"Auffällig unauffällig!"

In unseren Geschwistergruppen treffen sich Kinder und Jugendliche von lebensverkürzend erkrankten, als auch von bereits verstorbenen Brüdern und Schwestern. Geschwister lebensverskürzt erkrankter Kinder befinden sich in einer besonderen Situation: Das Spannungsfeld zwischen Geschwisterliebe, der Konkurrenz um die elterliche Zuwendung und der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Erkrankung prägen das Heranwachsen anhaltend.
Dies kann Risiken von Entwicklungs- und Persönlichkeitsstörungen für die Geschwister mit sich bringen, aber auch Chancen von sozialer Reife und Selbständigkeit.

Der Verein Kinderhospiz im Allgäu hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedürfnisse der Geschwister wahrzunehmen und ihre Resilienz dadurch zu stärken, indem sie durch unsere Seminare befähigt werden, ihre Wünsche umzusetzen. 

Zur Gruppe der ambulant begleiteten Geschwister gehören zurzeit circa 90 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren. Bisher konnten wir viele interessante Tages- und Wochenendseminare im Zeitraum von 2004 bis heute mit insgesamt 600 Teilnehmern anbieten.

Indigo Gruppe für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren
Magenta Gruppe für Kinder im Alter von 11 bis 14 Jahren
Amber Gruppe für jugendliche Erwachsene im Alter von 14 bis 18 Jahren

Ein wichtiger Baustein unseres Arbeitens bildet der Montessori-Therapeutische Ansatz: "Hilf mir es selbst zu tun".
Wir bieten den Kindern in unterschiedlichen Projektangeboten die Möglichkeit ihre Gefühle in einem ganzheitlichen, künstlerischen und körperzentrierten Rahmen zum Ausdruck zu bringen. Teilbereiche des Spektrums von Tod, Trauer, Wut, Angst etc. finden verstärkt an den Wochenendseminaren ihren Raum, um in themenbezogenen Projekten diese "emotionalen Welten" einzeln oder in der Gruppe zu erforschen. Ein gleichbleibendes Betreuer-Team vermittelt den Kindern ein Gefühl von Kontinuität und Sicherheit. Die achtsame und empathische Haltung den Kindern und sich selbst gegenüber ist unabdingbar für eine authentische und wertvolle Arbeit mit den Geschwistern. Diese Kinder haben ein höchst feines Sensorium entwickelt, um in ihrem normalen "Ausnahmealltag" zu bestehen und begegnen unseren Angeboten mit Offenheit und Engagement, um "ihre Auszeit" zu nützen und zu genießen.

Ansprechpartnerin:
Ulrike Roßner
Montessori-Therapeutin und Teamleitung des Psychosozialen Bereichs
Möglichkeit zur Kontaktaufnahme gerne unter Telefon: 08334/989 11 16 oder Mailkontakt
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