Bergsteigen und dabei Gutes tun

Einen symbolischen Scheck von über 45000 Euro brachten die Bergsteiger Andreas Jeske, Klaus Börner, Frieder Weingärtner, Thomas Knoll und Dr. Arnolf Witthöff mit Bergführer Dominik Müller aus Oberstdorf persönlich ins Kinderhospiz St. Nikolaus. Bei einer gemeinsamer Tour auf den Kilimandscharo hatte vor zwei Jahren das agile Bergsteigerteam, das aus verschiedenen Teilen Deutschlands stammt, beschlossen, die nächste Tour an ein Spendenprojekt zu knüpfen: „Berge mit mehr“. Der Erlös sollte an das Kinderhospiz St. Nikolaus gehen. Im Visier hatten sie im Sommer 2018 die Besteigung des Elbrus, höchster Berg Europas im Kaukasus. Für jeden Höhenmeter konnte nun gespendet werden. Es wurde eine professionell gestaltete Website mit Spenden-Höhenmesser eingerichtet. Das Prinzip war einfach: Jeder konnte so viel spenden, wie er wollte; ein Cent pro Höhenmeter war ein beispielhafter Richtwert. Verschiedene Sponsoren planten sogar eigene Aktionen, die „Berge mit mehr“ zu Gute kamen. Im Herbst 2018 schlug das Spendenbarometer bereits kräftig aus. Weiter ging es im Januar 2019 auf den höchsten Berg Amerikas, den 6962 Meter hohen Aconcagua in Argentinien. Die Truppe erreichte am 21. Januar erfolgreich das Gipfelkreuz. Wie schon auf dem Elbrus wurde das Maskottchen des Kinderhospizes, die Plüschkuh Liesl, auf dem Gipfel hinterlassen. Mit den beiden Aktionen kam die hohe Spendensumme von 45.059,20 Euro zusammen. Weitere Ziele werden von den empathischen Gipfelstürmern bereits beratschlagt, aber erst einmal wird aus beruflichen und privaten Gründen eine Pause eingelegt. 2021 soll es aber weitergehen, wohin wurde beim gemeinsamen Bergsteigerfrühstück im Kinderhospiz noch nicht verraten.