Zum Haupinhalt springenZum Seitenende springen

Kinderhospiz-Podcast – Folge 9: Ehrenamtliche Gudrun Stetter

Gudrun Stetter, Ehrenamtliche im Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach, erzählt im Podcast "Unser Leben ist jetzt!" von sich und ihrer Arbeit im Kinderhospiz.

Das Kinderhospiz St. Nikolaus: Ein Ort, in dem sich Familien mit lebensverkürzend und unheilbar erkrankten Kindern zuhause fühlen, wenn sie hier bei uns zu Gast sind. Das liegt natürlich auch am großartigen Engagement von vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. Ehrenamtliche gehen ambulant in die Familien und helfen bei den Familien daheim, sind aber eben auch bei uns stationär eingesetzt. 

Eine unserer treuesten Ehrenamtlichen ist seit sechs Jahren Betreuerin Gudrun Stetter. Sie ist selbst Künstlerin und macht mit den Kindern, aber auch mit den Erwachsenen im Kinderhospiz hauptsächlich künstlerische, kreative Dinge, zum Beispiel Musik und Malerei. Wir erfahren von Gudrun auch, welches die “heimliche Kinderhospiz-Hymne” ist, wie sie ihre Ängste und Bedenken überwunden hat, die sie vor ihrer Ausbildung hatte, welche Erlebnisse im Kinderhospiz sie selbst begeistern und wie die ehrenamtliche Arbeit im Kinderhospiz ihre Sicht auf das Leben verändert hat.

“Herausforderung, die mit guttut”

Im Podcast erzählt sie, wie sie als ehemalige Religionspädagogin zur Kunst fand und wie sie ihr Weg in die Ausbildung zur ehrenamtlichen Kinderhospiz-Begleitung in der Süddeutschen Kinderhospiz Akademie und dann auch in das Kinderhospiz St. Nikolaus geführt hat. “Natürlich ist das manchmal auch eine Herausforderung, aber das ist etwas, was mir dann auch total guttut”, erzählt sie. Gerade der ganzheitliche Ansatz, im kompletten Team integriert zu sein, nicht “nur” für Kunst zuständig, gefällt ihr besonders, neben der Vielseitigkeit und der Flexibilität der Aufgaben: “Ich tue das, was gerade gefordert ist. Ob es die kranken Kinder sind, ob es Geschwisterkinder sind oder die Eltern, da ist es für mich unwichtig, ob ich mit den Geschwisterkindern durch den Garten renne oder ob ich mit denen Kunst mache oder einfach im Snoezelen-Raum bin, das spielt für mich von der Gewichtung keine Rolle.” 

Mit Gudrun Stetter lernen wir im Podcast eine Ehrenamtliche kennen, die mit ganz viel Herz und Können im Einsatz ist.

Kunstwerke schaffen

Mit diesen Kreativ-Prozessen, speziell bei ihrer Lieblings-Maltechnik “Encaustic”, regt sie die Phantasie der Menschen an, weil sie in den selbstgeschaffenen Kunstwerken Dinge entdecken, die eigentlich gar nicht beabsichtigt waren (ähnlich Wolken, die plötzlich ein Schaf oder ein Auto darstellen). “Das ist etwas, das viele total beeindruckt, aber auch zufrieden und glücklich macht. Auch wenn ich das mit den Kindern mache: Es gibt immer ein schönes Ergebnis dabei”, sagt Gudrun. 

Wichtig für Gudrun im kreativen Schaffen ist der Prozess: “Es entspannt wahnsinnig, man kann seinen Gedanken freien Lauf lassen, kann abschalten (…) und für die Kinder ist es eine Bestätigung: Ah, ich erziele etwas, obwohl ich gar nicht malen kann.” Bestätigung kommt von den Menschen selbst. Ein kleiner Junge sagte ihr einmal, dass die Kreativarbeit mit Gudrun der coolste Kunstunterricht gewesen sei, den er je erlebt habe. "Etwas besseres kann man gar nicht als Feedback kriegen."

Bei der Arbeit mit den erkrankten Kindern kommt es häufig darauf an, welche motorischen Fähigkeiten sie selbst haben, je nach Krankheitsbild. Aber Kunst ist eigentlich fast immer möglich. “Mit Hilfestellung geht da sehr viel.” In manchen Fällen führt sie die Hand des Kindes mit und erspürt dabei den kreativen Willen des Kindes.

Nach oben scrollen