Eine Idee und ihr Weg

Engagierte Menschen der Kinderklinik und des sozialpädiatrischen Zentrums Memmingen hatten die Idee zur Gründung des ersten süddeutschen Kinderhospizes. Sie erkannten den dringenden Bedarf eines stationären Kinderhospizes in Bayern, um Familien mit einem unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kind sowohl ambulant wie auch stationär zu helfen und zu begleiten. Mit diesem Anliegen gründeten sie am 8. Oktober 2001 den Förderverein Kinderhospiz im Allgäu e.V., um ein Kinderhospiz zu bauen. Im Januar 2002 wurde der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Allgäu ins Leben gerufen, um auch im häuslichen Bereich Familien mit unheilbar und lebensverkürzend erkrankten Kindern zu begleiten. Am 6. August 2003 wurde eine gemeinnützige GmbH mit dem Namen Kinderhospiz St. Nikolaus-süddeutsches Kinderhospiz gGmbH gegründet. Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit konnte das Haus im März 2007 seiner Bestimmung übergeben und damit eine große Versorgungslücke im süddeutschen Raum geschlossen werden. Zur weiteren finanziellen und nachhaltigen Sicherung wurde am 5. Dezember 2007 die Süddeutsche Kinderhospiz-Stiftung gegründet, die mittlerweile alleinige Trägerin des Kinderhospizes St. Nikolaus ist. Sie ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Memmingen. Der Stifter ist der Förderverein Kinderhospiz im Allgäu e.V. Der Bedarf an ehrenamtlichen MitarbeiterInnen stieg mit der wachsenden Begleitung der betroffenen Familien. Der Kinderhospiz im Allgäu e.V. machte es sich nun zusätzlich zur Aufgabe, die Ausbildung der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zu intensivieren und zu professionalisieren. Dazu wurde im August 2009 die Süddeutsche Kinderhospiz Akademie errichtet.